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AUSstellungenEINstellungen

künstler sein und künstlerdasein hin- und hergerissen drunter und drüber : ohne ausstellungen geht man schneller zu grunde die sucht und die suche nach anerkennung notwendigerweise einkalkulierend das statement um nicht zu verkalken und in schöner trübsal das loblied auf den abschied von der bühne der kunst zu singen: es war einmal ein künstler der da in hintertupfingen oberesslingen unterberg vorderdenkental obertürkheim aufhausen oder in überlingen am bodensee ausstellte: in der kreissparkasse kulturmühle volksbank  im rathaus oder gar in der städtischen galerie räume säle fluren und treppenaufgänge belegend seine biografie zu verlängern um den markt im mark zu erreichen: alles vergebens.
 
normalerweise erreichen wir ja nur die nebenschauplätze: die grossen arenen der kunst sind tabu: besetzt durch schlammmeister die den daumen senken oder heben wie die römischen imperatoren den gladiatoren damals noch einen weiteren kampf gegen die löwen gestatteten um sein armes leben bis zur nächsten runde zu retten. lange vorüber sind die nil-schlamm-rituale die zb. die ägyptische hochkultur prägten. seien wir ehrlich: der kunstmarkt ist enger als ein verkalktes herz in dem das blut die wucht und die wahrheit nicht mehr fliesst. schon allein deshalb lobe ich saatchi, den londoner sammler.
du bleibst im schlamm und aus asche neugeboren gelingt nur wenigen - etappen fallend hinauf über die institutionen kunsthallen dokumenta wichtige museen und grosse sammler. bedingung: du musst in das herrschende konzept dich einfügen dem system dich anpassen die aussage auf rebellion dir verweigern...die globalen strategien werden auch die kunst auffressen - so wird die afrikanische spannende junge kunst in 10 jahren so sein wie der europäische mainstream normal normahl zermahlt zu feinem mehl ohne ecken und kanten. ich erinnere mich an die outsider-art -exhibition vor 30 jahren in der whitechapel-gallery in london mit psychosen belastete künstler ausgestellt im kontext kunst und wahnsinn - statt daran zu erinnern dass outsider tatsächlich die wahren motoren und gärschlamm des neuen sind ... . der markt wird enger und die profilneurosen nehmen überhand. nur noch vereinzelt treten sie auf wie zb. harald szeemann, der es wagte einen walderemiten mit seinen wirren konserven-zeitungs-und alltagsphantasien als gesamtkunstwerk zu einem grossen einzelgänger zu erklären. so hat auch hans-jürgen müller recht wenn er schreibt: kunst kommt nicht von können - sondern eben  nur von der cleveren vermarktung....
 
ein kurzer rückblick: cezanne wurde um 1870 mehrmals vom salon des independants in paris die zulassung verweigert van gogh hatte gerade ein par mal irgendwo ein bildchen mitausgestellt. immerhin gelang es wenig später georges braques als fassadenmaler den kubismus mitzuprägen oder 1950 jean genet als dieb und x-mal vorbestraftem schriftsteller dank fürsprache eines jean-paul sartre den olymp zu erreichen: das erkennen des aussergewöhnlichen. das wunderbare ist eben nicht das glatte und oberflächliche sondern liegt immer in der tiefe. aus dem schlamm wächst die lotusblüte...bleibe in der mitte: der weg des buddha: halte im fokus: zuerst kommt dein leben und dann erst die kunst...switch over on or off...as you like it...






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